Vetreter von Band Genossenschaft 2

MITWIRKUNG | Vertreter*innen der Arbeitnehmenden erzählen

04. März 2021 / Anita Heinzmann
Es gibt viele gute Gründe, Mitglied der Personalkommission zu sein. Ein paar davon haben uns drei Arbeitnehmenden-Vertreter*innen der Band Genossenschaft in Bern verraten. Wir haben sie nach ihren Motivationen gefragt, die Interessen ihrer Kolleg*innen innerbetrieblich zu vertreten. Und: Wir wollten wissen, wie sich die Corona-Pandemie auf ihre Arbeit als Vertreter*innen auswirkt.

Donato Farone: Ein vertiefter Einblick in den Betrieb

Donato Farone

Donato Farone ist Arbeitnehmendenvertreter der Personalkommission der Band Genossenschaft. Seine erste Amtszeit begann im Januar 2020. Ein Mitglied der Personalkommission motivierte ihn zu kandidieren. Es sei für ihn eine grosse Chance durch die Arbeit in der Personalkommission einen tieferen Einblick in den Betrieb zu erhalten. Er arbeitet schon 30 Jahre lang in der Band Genossenschaft. So hätte er 2020 gerne sein Jubiläum im grösseren Stil gefeiert. Aber das Coronavirus kam dazwischen. Er hofft nun, dass bald wieder mehr Gemeinschaftsleben im Betrieb stattfinden kann.

Annemarie Picozzi: Mitwirkung als persönliche Weiterentwicklung

Annemarie Picozzi

Annemarie Picozzi wurde ebenfalls von einem Mitglied der Personalkommission motiviert zu kandidieren. Auch sie trat im Januar 2020 ihre erste Amtszeit an. In der Arbeit sieht sie eine Chance zur persönlichen Weiterentwicklung.  Zudem gelangen Informationen aus dem Betrieb oft direkt zur Personalkommission. Und: Mit den Arbeitskolleg*innen wird diskutiert, wie es bei der Arbeit läuft. Dies sei spannend.

Daniel Heller: Ein Stimme für alle

Daniel Heller

Daniel Heller ist der Präsident der Personalkommission und schon mehrere Jahre Mitglied. Ihn motivierte damals zur Kandidatur auch der tiefe, abteilungsübergreifende Einblick in den Betrieb und die Möglichkeit im Betrieb etwas zu bewegen und zu bewirken. Er setzt sich ein, dass die Personalkommission eine Stimme im Betrieb hat und wahrgenommen wird. Zudem sei es wichtig auch Personen zu unterstützen, die sich nicht trauen, das Gespräch mit Vorgesetzten zu suchen. Manchmal seien dies banale Dinge. Beispielsweise, dass es im Sommer im Betrieb zu heiss ist. Doch für die betroffenen Personen sei dies nicht banal. Solche Anliegen können dann direkt mit Vorgesetzten oder der Geschäftsleitung besprochen werden. Und die Anonymität der Meldungen sei für viele wichtig.

 

Personalkommission in Zeiten der Corona-Pandemie

Sitzungen kann die Personalkommission dank Schutzmassnahmen und speziellen Schutzvorrichtungen trotzdem noch abhalten. Die Corona-Massnahmen und die Suche nach Möglichkeiten, um Arbeit und Gemeinschaft möglichst positiv zu gestalten, sind momentan die Kernthemen. Zum Beispiel: Wie können sich Arbeitnehmende und die Personalkommission wieder treffen? Für Ausflüge, aber auch zum Austausch wie es bei der Arbeit läuft. Diese Fragen beschäftigen die Arbeitnehmendenvertreter*innen der Band Genossenschaft.

 

Blog-Reihe «Fokus Mitwirkung» und Broschüre «STEP BY STEP»

2019 hat INSOS Schweiz in 17 Unternehmen der beruflichen Integration («Werkstätten») Interviews mit Arbeitnehmenden, Arbeitgebenden sowie Assistenzpersonen zum Thema Mitwirkung geführt. Daraus ist im Sommer 2020 die Broschüre «Step by Step – In 10 Schritten zur Arbeitnehmendenvertretung» entstanden. Die Broschüre erklärt Mitwirkung, unterstützt die Gründung von Arbeitnehmendenvertretungen und hilft, die Qualität von Mitwirkung zu überprüfen. In der Blogreihe «Fokus Mitwirkung» ergänzen Beiträge aus der Praxis und Wissenschaft Inhalte der Broschüre. Sie dienen der Inspiration und veranschaulichen Aktuelles zum Thema Mitwirkung.

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